Risikobasierte, anwendungsorientierte, individualisierbare Bereitstellung optimierter Warninformationen (RainBoW)
Heißen soll das neue System des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wie ein beliebtes Wetterphänomen: RainBoW, also Regenbogen. Der Name ist eine Abkürzung für “Risikobasierte, anwendungsorientierte, individualisierbare Bereitstellung optimierter Warninformationen”. Das Ziel sei es, Wetterwarnungen in Zukunft noch verständlicher zu machen.
Details
Einheitliche Warnstufen
In einem ersten Schritt will der DWD seine Warnstufen vereinheitlichen: In Zukunft wolle man auf drei einheitliche Warnstufen setzen – egal, um welches Wetter es sich handelt. Denn bislang gibt es verschiedene Warnstufen für verschiedene Wetterereignisse. So werden beispielsweise Gewitter und Schneefälle in vier Warnstufen eingeteilt, Stark- und Dauerregen jeweils in drei. Für Frost- und Hitze gibt es zwei Warnstufen, für Nebel und UV-Belastung eine.
Gewitterwarnung kommt früher
Im Mittelpunkt steht laut DWD, dass sich die Menschen in Deutschland leichter auf Wettergefahren einstellen und angemessen handeln können. Deshalb sollen Gewitterwarnungen in Zukunft auch früher herausgegeben werden, damit sich die Menschen vor Ort rechtzeitig vorbereiten können.
Auch die Warntexte, die im Falle einer Meldung vom DWD herausgegeben werden, sollen verständlicher werden. Man setze auf kürzere Überschriften, Stichpunkte statt Fließtext und auf nicht zwingend nötige meteorologische Details wolle man verzichten.
Start noch unklar
Wann RainBow tatsächlich an den Start geht, ist noch unklar. Laut DWD ist die Einführung aktuell für 2027 geplant, final ist das aber noch nicht. Auch die Frage, wie RainBoW für die DWD-Website oder Warnapps wie NINA oder WarnWetter umgesetzt werden kann, müsse erst noch geklärt werden. Hier liefen noch Abstimmungen mit den betreffenden Partnern, so der DWD.